• Herzlich willkomen bei der Tafel Weißenburg

    Herzlich willkomen bei der Tafel Weißenburg

  • Essen, wo es hingehört

    Essen, wo es hingehört

  • Der Tafelladen in Weißenburg

    Der Tafelladen in Weißenburg

Ein großes Dankeschön!

Die Vorstandschaft der Tafel Weißenburg dankt allen Spendern und Sponsoren sowie allen Ehrenamtlichen, die auch dieses Jahr die Arbeit der Tafel unterstützt haben. 
Die Tafel Weißenburg e.V. wurde am 29.06.2000 mit 19 Mitgliedern gegründet und ist Mitglied im Bundesverband DEUTSCHE TAFEL e.V.
Inzwischen ist die Anzahl der Mitglieder auf 95 angewachsen. Das Sammeln und Verteilen der Lebensmittel wird von 64 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern organisiert.        Weitere Helferinnen und Helfer sind sehr gerne willkommen.

Dazu einige Zahlen (Stand 2026):

Im Laden sind 32 Mitarbeiterinnen und 1 Mitarbeiter im Innendienst tätig.
Um die Warenbeschaffung und die Logistik kümmern sich 21 Fahrer und Beifahrer. 

Die Pappenheimer Tafel hat 12 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. 
Unterstützt wird unser Verein natürlich zudem von einer Vielzahl von Geschäften und Sponsoren, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre.

 Im Jahr 2025 wurden insgesamt durch die Ausgabestelle Weißenburg an 102 Ausgabetagen  versorgt:

  • 11. 824 Erwachsene
  •   5. 811 Kinder
  • 7357 Berechtigungsscheine waren aktiv.

Dazu wurden von den Fahrern fast 15000 km zum Einsammeln der Lebensmittel zurückgelegt. Alle Helferinnen und Helfer waren zusammen fast 7000 Stunden für die Tafel tätig. 
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Helfer und Sponsoren!

Wer kann das Angebot der Tafel nutzen?

Berechtigt zum Einkauf sind ausschließlich Inhaber von Berechtigungsscheinen.
Die Prüfung der Bedürftigkeit und die Ausstellung der Scheine erfolgt über die Caritas bzw. Diakonie.
Die Berechtigungsscheine gelten meist 6 Monate und können in unseren ein- bis zweimal pro Woche geöffneten Tafel-Läden in Weißenburg und Pappenheim genutzt werden.
Bei jedem Einkauf muss 1,- Euro gezahlt werden. Dafür erhält man je nach Größe der Familie Lebensmittel im Wert von ca. 35,- Euro.

Woher kommt die Idee der Tafel ?

Die Idee einer Tafel für Bedürftige kommt aus den USA. Sozial engagierte Menschen sammelten Nahrungsmittel, die keinen Käufer gefunden hatten und gaben die Ware an bedürftige Menschen weiter.

Lebensmittel retten, um Menschen zu helfen: Was Tafeln tun

Die mehr als 970 Tafeln in Deutschland engagieren sich seit ihrer Gründung 1993 dafür, dass Lebensmittel dorthin gelangen, wo sie hingehören: auf den Teller. In ganz Deutschland holen sie überschüssige, aber genießbare, Lebensmittel vor allem im Einzelhandel ab, beispielsweise bei Supermärkten und Bäckereien.

Mit 77.000 Helferinnen und Helfern bei den über 970 Tafeln sind die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland. Pro Jahr retten sie rund 265.000 Tonnen Lebensmittel und geben sie an über zwei Millionen Menschen weiter.  Damit unterstützen sie armutsbetroffene Menschen und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig setzen sie sich angesichts der riesigen Lebensmittelverschwendung dafür ein, dass Gemüse, Milchprodukte, Brot und Co. nachhaltig verwendet und besser wertgeschätzt werden.

Organisiert sind die Tafeln im Dachverband Tafel Deutschland e.V.

Warum werden so viele Lebensmittel weggeschmissen?

Zu groß, zu klein, zu unförmig: In Deutschland landen jedes Jahr etwa 11 bis 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Einerseits geht den Menschen dadurch wertvolles Essen verloren. Andererseits werden mit den Lebensmitteln auch alle verbrauchten Ressourcen wie Wasser und Energie unnötig verschwendet. Lebensmittel zu retten hilft deshalb Mensch, Umwelt und Klima gleichermaßen.

Viel zu viele Lebensmittel landen aus den unterschiedlichsten Gründen im Müll:

  • Verbraucher:innen verstehen das Mindesthaltbarkeitsdatum falsch.
  • In Privathaushalten verderben viele Lebensmittel, weil sie falsch gelagert oder in zu großen Mengen eingekauft wurden.
  • Wenn Produzenten Waren mit fehlerhaften Etiketten bekleben, ist es häufig leichter alles zu entsorgen, statt den Fehler zu korrigieren.
  • Lebensmittel werden aussortiert, wenn sie nicht dem optischen Idealbild entsprechen und beispielsweise oberflächliche Schalenfehler aufweisen oder verformt sind.
  • Entstehen während des Transports an einzelnen Früchten Druckstellen, wird häufig die ganze Palette entsorgt, weil es sich finanziell nicht lohnt, eine einzelne Frucht auszusortieren.
  • Verpackungen sind oberflächlich beschädigt, zum Beispiel Dellen an Konservendosen.
  • Bei Überproduktion sind mehr Waren vorhanden, als Kund:innen kaufen. Der Überschuss wird entsorgt.
  • Während der Ernte werden Erträge beschädigt, die sich nicht weiterverarbeiten lassen.

Die Beispiele verdeutlichen, dass Essen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verloren geht. Deshalb müssen nachhaltige Maßnahmen von der Landwirtschaft und der Produktion über den Handel bis hin zu Privathaushalten umgesetzt werden. Nur so können wir die Lebensmittelverschwendung deutlich reduzieren.

Armut und Überfluss in Deutschland

Je nach Berechnungsmodell leben in Deutschland zwischen fünf und acht Millionen Menschen in (Einkommens-)Armut. Das Einkommen wird zu einem großen Teil für die Absicherung elementarer Lebensbedürfnisse benötigt. Bei einem ohnehin beschränkten Budget können meist nur bei der Nahrung größere Posten eingespart werden. Besonders Haushalte mit geringem Einkommen verzichten auf den Kauf bestimmter Nahrungsmittel. 
Viele Betroffene leben pro Tag von ca. 4,50 Euro, die für die Zubereitung von Frühstück, Mittag- und Abendessen ausreichen müssen. Als Luxus gilt unter Armen oft schon das, was für die Mehrheitsgesellschaft als Alltagskost gesehen wird. Auf Fleisch wird meist ganz verzichtet. Frisches Obst ist selbst im Sommer noch zu teuer und auch Grundnahrungsmittel wie Milch gehören oft zu den Luxusgütern.